Unterrichtsideen

Unsere Adventszeit mit Stupf von Cynthia De Blanc (Kindergärtnerin)

Wir lernten Stupf Ende November kennen. Das Zwergenland, in dem er wohnte, war dann noch herbstlich.

Die Kinder lernten die Eigenschaften eines Zwerges kennen (fleissig, klein) und wir erlebten gemeinsam einen zwergenhaften Kindergarten-Alltag:

Zwergen-Spiele, Verse und –Tänze (tolle Ideen in der Zwergenmappe von Sue Bigler), Rhythmik zu den Zwergen (gutes Lehrmittel: TANZ IM GLÜCK von Susi Reichle-Ernst und Ulrike Meyerholz), Zwergenturnstunden usw.

In der Nacht vom 2. auf den 3. Dezember fiel zum ersten Mal Schnee bei Stupf. Die Kinder bemerkten dies gleich früh morgens. Somit stiegen wir ins Adventritual ein…

Ablauf Ritual:

  • Die Zwergenmütze hängt beim Adventkind am Garderobenhaken. Sobald es in den KiGa kommt, darf es die Mütze anziehen und den ganzen Morgen lang anbehalten.
  • Wir begrüssen uns im Kreis. Das Adventkind darf das Zwergensäcklien aus dem Korb holen. Gemeinsam singen wir ein Zwergenlied:
    „Es tanzt ein Zi-za-zottel-Zwerg in unsrem Kreis herum, fidibum, es tanzt ein Zi-za-zottelzwerg in unsrem Kreis herum. Er rüttelt sich und schüttelt sich, er wirft sein Säcklein hinter sich, es tanzt ein Zi-za-zottel-Zwerg in unsrem Kreis herum, fidibum.“
    Das Adventkind tanzt dabei im Kreis, es rüttelt sich und schüttelt sich (bei der entsprechenden Liedzeile), dann wirft es das Säcklein hinter seinen Rücken und lässt es zu Boden fallen. Es dreht sich um: Bei wem ist nun das Säcklein gelandet? Das Adventkind übergibt dem neuen Glückskind das Säcklein. Es darf nun im Kreis umher tanzen.
    Das Ganze wiederholen wir ungefähr 2-3 Mal.
  • Der Raum wird abgedunkelt, die Lichterketten brennen und das Zwergenland wird beleuchtet. Eine leise Natur-Musik spielt im Hintergrund. Einige Kinder dürfen sich für die Geschichte auf die Kissen setzen (Halbklasse auf Stühlen, sodass 2 Reihen und eine Halbkreisform entstehen). Das Adventkind zündet Stupfs Laterne an, die in seinem Gärtli steht.
  • Die Lehrperson beginnt, die Geschichte zu erzählen: „Im Wald isch es Nacht worde, de Mond stoht höch am Himmel und belüchtet die dunkle Tanne…vor es paar Stunde hets afo schneie…“/ bzw. repetiert mit den Kindern das bereits Geschehene.
  • (Die Kinder lernten Stupf ja bereits im November kennen, somit haben wir bereits gegen Ende der Herbstzeit seine mit Fliegenpilzen überfüllte Zwergenstube betrachtet. Für seinen Garten haben wir Fliegenpilze aus Walnüssen gestaltet. Die Kinder durften die Nussschalen im ganzen KiGa-Raum suchen gehen. Wir beginnen das Ritual somit mit der Begegnung der schönsten Tanne des Waldes (siehe Seite des 9. Dezembers im Bilderbuch) und der Gestaltung von eigenen Miniatür-Tannenbäumen aus Tannzapfen.)
  • Sobald die Geschichte beginnt bzw. weitergeht, darf das Adventkind Stupf mit dem Glockenspiel wecken gehen und ihn aus seinem Pilzhaus holen
  • Gemeinsam singen wir das Stupflied (siehe Aufnahme).
    Text:
    Wer stoht det fliessig uf de Bei?
    Euse Stupf, im Zwergehuus dehei.
    Er chrampfet fliessig bis id Nacht,
    git allem Sorg & Acht.
  • Die Geschichte wird mit Handpuppen und verschiedenen Gegenständen als Tischtheater aufgeführt. Zwischendurch werden immer wieder die Bilder aus dem Buch gezeigt. Das Adventkind darf gewisse Aufgaben übernehmen, z.B. :
  • 2. Dez: Fliegenpilze zählen
  • 3. Dez: Schnee fallen lassen
  • 6. Dez: Funkelstern im Schnee suchen gehen
  • 7. Dez: Schneckenhaus in den Schnee legen
  • 8. Dez: Duftöl für Bad aussuchen
  • 9. Dez: An Herrn Nacks Haus klopfen
  • 11. Dez: Den Brief öffnen:
  • 12. Dez: Paket öffnen und den Igeln ihre Schals anziehen
  • 13. Dez: Paket öffnen und Rosamundes Socken zählen
  • 14. Dez: Dem Biber die Zähne putzen
  • 15. DeZ: Friedrich die Sonnenbrille anziehen
  • 16. – 17. Dez: Das goldige Glückspulver (essbares goldiges Pulver findet man im Backabteil, im Coop) in die Glückssuppe / den Glückstrank geben
  • 20. Dezember: Den Sack öffnen und die gepunkteten Ballone herausnehmen
  • 21. Dezember: Bruno Bär auf das Spinnennetz (z.B. Halloween-Spinnennetz) legen; 4 Kinder auswählen, sodass jedes Kind einen Ballon festhalten kann (die Ballone wurden vorgängig mit kleinen Wäscheklammern und Schnur am Spinnennetz befestigt); auf 10 zählen; mit Bruno Bär davon fliegen.
  • 22. – 23. Dezember: Honig schlecken
  • 24. Die ganze Kindergruppe lässt Bruno nochmals mit den Ballonen auf sein Bärenbett fliegen und feiert gemeinsam das Weihnachtsfest
  • Das Adventkind bekommt sein Geschenk (goldenes Päckli mit einem Sticker und einem Schöggeli gefüllt), beschriftet mit dem aktuellen Dezembertag:
    Es lässt den Adventkorb mit einer Schnur langsam von der Decke herab, dazu sprechen wir einen Vers:
    Ganz es chlises Zwergli, chraxlet uf es Bergli, goht ganz froh und munter, äne wieder runter.

Es sucht nach der entsprechenden Zahl. Das Päckli darf entweder beim Znüni oder Zuhause geöffnet werden.

Anschliessend an das Ritual habe ich für jeden Adventtag eine Aktivität eingeplant:

Fliegenpilze aus Walnüssen (als wir Stupfs Zwergengarten kennenlernten…)
Anleitung: Kleine Stöcke weiss bemalen (Stiel). Baumnuss halbieren und als Fliegenpilz bemalen (Hut). Die beiden Teile mit Gummihaftpunkten zusammenkleben.

Fliegenpilzsnacks als Znünibuffet (als wir Stupfs Zwergenhaus kennenlernten…):

Rezept: Cherrytomätli halbiert auf Mozzarellakugeln stecken (Verwende dazu halbierte Zahnstocher). Anschliessend mit feinem Pinsel Tupfer aus Mayo auf die Pilzhüte anbringen.

Weihnachtssterne (3. Dez: als Stupf die Idee hatte, 105 Sterne aus Goldpapier auszuschneiden…): Sterne aus gelbem Papier ausschneiden und die Kinder mit Glitzer, Pailletten usw. verzieren lassen. Das Adventkind durfte jeweils im Verlaufe des Morgens seinen Stern an den Sternenhimmel stecken.

Backen eines Grittibänz/Grittibär (als Stupf Pläne schmiedet, um gemeinsam mit Bruno Bär für Weihnachten zu backen…). Vorbereitend dazu haben wir eine Körpermassage gemacht in Zweiergruppen haben die Kinder einen grossen Grittibänz geformt (von Kopf bis Fuss das Gspändli massiert und die entsprechenden Körperteile dazu benannt) und gebacken.

Ein Samichlausversli geübt (als Stupf im Wald den Samichlaus antrifft…):
Dazu habe ich einen Freispiel-Tisch mit einem grossen Samichlaus und verschiedensten Gegenständen (passend zum Vers) vorbereitet. Die Kinder konnten den Vers so handelnd üben. (z.B. „Chönntisch au en Kafi haa“ die Kinder nehmen das Tassli in die Hand und geben dem Samichlaus einen Schluck Kafi). Vorbereitet dazu haben wir ein Kim-Spiel mit verschiedensten Gegenständen, die zur Chlaus-Zeit passen, gemacht. (z.B. Chlaussack gefüllt mit Glöckli, Mandarine, Grittibänz, Chlausmütze usw.)

Schätze-Spiel (als Stupf einen Funkelstein im Schnee gefunden hat…): Das Adventkind verteilt allen Kindern ein Zundholzschachteli, gefüllt mit 3 Schätzen (= 3 Knöpfe). Zur ruhigen Musik (CD „Tanz im Glück“) gehen die Kinder im Raum umher. Beim Musikstopp treffen sie auf ein anderes Kind. Nun sollen sie einen Schatz austauschen –> Man bittet sein Gegenüber höflich um einen Schatz, z.B. „Dörf ich ächt de goldigi Schatz ha?“. Beim Spiel kann variiert werden, z.B. laufen die Kinder als Zwergen / als Riesen usw. durch den Raum. Sie können die Schachtel hoch in die Luft halten / mit dem Fuss sanft vor sich hin schieben usw.

Handbad (als Stupf sich in der Badewanne ausruht…): Gemeinsam haben wir einen Wellnesstag erlebt. Die Kinder durften sich gegenseitig die Hände baden (selbst ein Duftöl aussuschen), eincremen (verschiedene Cremen zur Auswahl) und massieren (dazu einen Fingervers aufsagen).

Tannenbaum aus Korken und Tannzapfen basteln (als Stupf die grösste und schönste Tanne im ganzen Wald suchte…): Den Tannzapfen grün bemalen und (solange noch feucht) mit Glitzer bestreuen. Nachdem er getrocknet ist, mit einem Schwämmli und weisser Gouache-Farbe betupfen (Schnee).

Ein Spinnenspiel (als Stupf Rosamunde besuchte…). Aus Reifen ein Spinnennetz legen. Die Kinder sollen durchhüpfen, ohne das Netz mit den Füssen zu berühren.
Fingervers als Einführung:
The itsy bitsy spider climbed up the water sprout Down come the rain and washed the spider out Out come the sun and dried up all the rain And itsy bitsy spider climbed up the sprout again.
(Meine Gruppe liebt englische Lieder und Verse, diesen Vers gibt es auch auf CH-Deutsch in der Arbeitsmappe “Zwerge” von Sue Bigler vorzufinden).

Biber-Spiel (als Stupf die Familie Biber besuchte…): Ein Kind schläft in der Biberhöhle (versteckt sich unter einem grossen Laken). Ein zweites Kind geht auf die Biberhöhle zu: „Guete Morge, wer schloft denn do so tüüf und schnarchlet eso luut?“ Das Kind unter der Decke beginnt laut zu schnarchen. Nun soll erraten werden, wer der schlafende Biber ist.

Glückstrank (als Stupf in den Keller geht, um die Zutaten für die geheimnissvolle Glückssuppe zu besorgen…): Aus Zitronensirup, Lebensmittelfarbe und Glückspulver (Bachabteilung im Coop) einen Glückstrank zubereiten.

Fühlparcours für die Füsse (als die Waldtiere sich auf den Weg zu Bruno Bär machen…): Im ganzen Kindergarten sind Kisten mit verschiedenen Inhalten gefüllt (Kies, weisse Filzwolle (als „Schnee“), Moos usw.), da die Waldtiere verschiedenste Wege überqueren müssen, um zu Bruno zu gelangen. Die Kinder durchlaufen den Parcours in Zweiergruppe. Kind 1 zieht die Schuhe und Socken aus und zieht eine Augenbinde an. Kind 2 führt Kind 1 durch die verschiedenen Kisten.

Weihnachtsguezli (zum Abschluss…) backen und mit allen Waldbewohnern das Weihnachtsfest feiern, nachdem wir Bruno Bär mit den Ballonen zum Weihnachtsbaum transportiert haben:

Die Kinder haben im Freispiel aus eigener Kreation einen Weihnachtbaum für Stupf gestaltet.

Weitere Ideen:

  • Einen Weihnachtsbrief gestalten und per (Eulen-) Post verschicken.
  • Einen Igelsnack zubereiten (Aus Birnen und Mandelsplittern).
  • Kresse im Zwergengarten säen.

Weihnachtsgeschenk:
Verzieren eines Bilderrahmens – Foto mit Stupf beim Zwergengärtli (siehe unten).

Stupfs Geschenketisch…. Nun ist er wieder in den grossen Wald gezogen. Die Kinder vermissen ihn schon… er kommt bestimmt bald wieder…